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Lysswochenende aus Sicht der Musik

Samstag/Sonntag, 11./12. Januar 2020


 

Kaum ist das neue Jahr gestartet, folgt für uns Musikanten schon ein erster Höhepunkt: die Lyss-Wochenenden. Es ist immer wieder wie ein «nach Hause kommen»: wir treffen bekannte Gesichter, wir beziehen die schönen Zimmer, geniessen das gute Essen (tolles Dessertbuffet !!) und wir frischen alte Erinnerungen auf, einfach wie ein zweites zu Hause.

 

Wenn wir dann unseren Platz in der Turnhalle auf der Bühne eingenommen haben, staunen wir alle Jahre wieder, wie diese Trachtentänze in so kurzer Zeit einstudiert werden. Einige klare Anweisungen der Tanzleitung wie «linkes Bein», «Kreuzfassung», «halbe Drehung in Tanzrichtung» usw., und jeder weiss sofort, was zu tun ist. Alle diese Anweisungen im Kopf zu behalten, erscheint uns fast unmöglich. Wenn es wieder heisst «wir machen das Ganze von Vorne», schauen wir uns oft staunend an und fragen uns, wissen die alle noch, wie gestartet wird?

 

Zugegeben, manchmal amüsieren wir uns natürlich auch. Es sieht einfach lustig aus, wenn jemand plötzlich völlig im Schilf steht, nur weil sie/er irgendwo falsch abgebogen ist und dann völlig hilflos ihren/seinen Partner wieder sucht oder bei einer Rechtsdrehung eine/einer immer wieder nach Links dreht. Wobei wir vollstes Verständnis haben, dass dies passieren kann. Wir möchten auf keinen Fall die Plätze tauschen, wir sind beim Musizieren besser aufgehoben als beim Tanzen.

 

Immer wieder faszinierend ist der zweite Teil am Samstagabend. Tänzerinnen und Tänzer aus völlig verschiedenen Trachtengruppen stehen zusammen, tanzen ohne zu üben und meistens sieht es fast perfekt aus. Wir staunen, wie viele Tänze jeder kennt und wie die Abfolge klar ist, auch wenn es vielleicht nicht Tänze aus dem aktuellen Programm sind. Für uns Musikanten macht es Spass, so aufzuspielen. Die Begeisterung und die Freude der Tänzer spornt auch uns immer wieder an.

 

Am Sonntag brauchen wir manchmal etwas Zeit, bis wir «warmgelaufen» sind (liegt es vielleicht an der immer etwas kurzen Nacht in Lyss?). Doch nach kurzer Zeit ist die Konzentration wieder da und das Musizieren geht mit voller Freude weiter. Viel zu früh wird dann das Ende der Veranstaltung erreicht.

 

Wir möchten allen, die in irgendeiner Form etwas zum guten Gelingen dieser Lyss-Wochenenden beitragen recht herzlich danken. Da steckt ein riesiger Aufwand dahinter. Wir von der Musik fühlen uns «pudelwohl» und gut aufgenommen. Wir sind mittendrin, ein Teil vom Ganzen, das geniessen wir sehr. Die Vorfreude auf die nächsten Wochenenden ist immer riesig.

 

Text: Ursula Baumgartner und Stefan Fuhrer