Trachtenchorfest Samstag: Die stolze Dirigentin und die Bärner Singlüt in Sursee
Das langerwartete Trachtenchorfest in Sursee ist Geschichte. Es war ein wunderbares Fest! In allen vier Landessprachen und in den Trachten ihrer Kantone wurde an drei Tagen gesungen – getanzt – gefestet.
Das erste Mal hat sich der Berner Kantonale Trachtenchor «Bärner Singlüt» den Experten präsentiert. Der Auftritt fand im katholischen Pfarreizentrum statt. Mit grosser Freude haben wir 3 Lieder gesungen: «Am Thunersee» von Adolf Stähli (Satz: Jürg Neuenschwander), «Mis liebe Bärn» von Emil Grolimund und «Zäme singe» von Peter Künzi.
Auch wenn die Akustik in diesem Saal nicht optimal war, haben wir einen positiven Bericht vom Experten bekommen: Der grosse Chor mit den Trachten gibt ein wunderbares Bild, ist ein Stück Heimat und Kultur. Stimmlich ausgeglichen mit einem schönen, kräftigen Chorklang. Es war eine Freude, zuzuhören und zuzusehen. Die Auswahl der Lieder war sehr gut, qualitativ gute Kompositionen. Rhythmus war gut, auch wenn die gepunkteten Noten noch etwas mehr nach vorne kommen dürfen. Bei der Erwähnung, dass noch etwas mehr Legato gesungen werden darf, mussten die Sängerinnen und Sänger lachen, habe ich das doch regelmässig angeregt.
Bei der Verteilung der Urkunden am Abend im Festzelt hat Patrick Secchiari erwähnt, dass 41 Chöre vor den Experten gesungen haben. Fast alle auswendig und mit einem breiten Spektrum an Repertoire. Seine Tipps für die Zukunft: sich Zeit und Ruhe nehmen für einen Auftritt, Mut haben zum Gestalten der Lieder, um die Geschichte des Liedes zu erzählen.
Um 13.00 Uhr hatten wir dann unseren Auftritt auf der offenen Bühne. Diese war im Festzelt «Trachtestobe», wo wir ausser unseren drei Vortragsliedern auch noch
«s’ isch äben e Mönsch uf Ärde », «Bärnertracht» und «Chinderouge» gesungen haben. Auch wenn es da nie 100% still ist, was wir schon von Zürich am Bahnhof kennen, habe ich am Sonntag noch ein «Dankeschön» bekommen von einem zufälligen Besucher. Dass wir Menschen erreichen können mit unseren Liedern, davon wird einem doch warm ums Herz.
Ich danke ganz, ganz herzlich all meinen Sängerinnen und Sängern, dass sie sich die Zeit genommen haben, um mit mir das Abenteuer Sursee zu erleben. In jedem Moment, sei es an den Lyss-Wochenenden oder in unseren Samstagnachmittag Proben, beim Auftritt am Früehligball, sind wir als Chor gewachsen. Ich bin zutiefst dankbar, mit euch Musik machen zu können. Und ich habe den grossen Wunsch, dass wir das auch in der Zukunft machen können.
Darum wünsche ich euch eine schöne Pause diesen Herbst. Wir von der Fachgruppe Singen denken schon weiter: Ausser Singen an den Lyss-Wochenenden und am Früehligsball 2027 und 2028 kommen 2029: 100 Jahre Bernische Trachtenvereinigung und das Unspunnenfest.
Eure stolze Dirigentin
Denise Huybrechts
Bilder: Denise Huybrechts, Fachgruppe Singen und Matthias Weiss